Acrylharz, Holz, Gummi, Kupferbeschichtung.
75 × 55 × 28 cm
In der Skulpturengruppe ADAM UND EVA lehnt eine Astgabel an einer Wand. An ihrem Gabelpunkt ist mit einem roten Gummiband eine skulpturale Schlange befestigt. In der Gabelung steht ein kegelförmiger geometrischer Körper. Beide Elemente wirken wie vorgefundene Objekte, die Yvonne Roeb ausgewählt, bearbeitet und in eine neue Beziehung zueinander gesetzt hat. Erst der Titel eröffnet die Möglichkeit, die Schlange als Eva und den Kegel als Adam zu lesen – oder die Schlange als Verweis auf die biblische Versuchung.
Die Zuordnung bleibt dennoch offen. Eine körperliche oder sexuelle Konstellation ist denkbar, ebenso eine Szene des Festhaltens oder der Unterwerfung. Entscheidend ist zunächst das Spannungsverhältnis zwischen der organischen Astform, dem elastischen roten Band, der gewundenen Schlange und dem klar konturierten geometrischen Körper. Die Arbeit erscheint als prekäres Arrangement, in dem sich Naturform, Mythos und abstrakte Geometrie überlagern.

