FeMale


Gips, Granit, Metall,
35 × 30 × 45 cm

Sammlung Niewodniczanski, Trier

Ausstellung
2019Neue Galerie Haus Beda, Bitburg, „Gips, Bronze, Kunst“ (K)
2012Galerie Wilma Tolksdorf, Frankfurt, „New Works“ (solo)

Ein antiker Kopf, weiß, klassisch und virtuos modelliert, doch seltsam deformiert. Denn die linke und die rechte Gesichtshälfte, jede in ihren Proportionen vollkommen, unterscheiden sich voneinander, Augenpartie, Stirn, Mundwinkel, Wangen- und Kinnrundung prägen sich jeweils anders aus – und ergeben obendrein ein schiefes Gesicht. Wer weiß, dass Roeb ein ideales männliches und weibliches Antlitz miteinander verschmolzen hat, kann nicht umhin, die Schönheit der jeweiligen Seite anzuerkennen. Sie hat eine Analyse von Männlichkeit und Weiblichkeit unternommen, in der sich, wie in einer methodischen Versuchsanordnung, das Unerprobte zum Zweck seiner Beobachtung visualisiert. Der Betrachter muss entscheiden, ob sich die Synthese als Vexierbild zweifacher Vollkommenheit oder als groteske Monstrosität präsentiert. – Dr. Michael Krajewski.

Verbleib

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